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Menschen, Tiere, Sensationen
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Jetzt springen auf unserer Nachbarinsel Teneriffa echte Killerwale durch den Ring. Vier Orcas wurden soeben aus San Antonio, Texas, wo man ihnen die Flausen vom freien Leben im freien Ozean bereits gründlich ausgetrieben hat, auf die Kanaren geflogen und hier in ein 120-Meter-Becken gesetzt. Da können sie nun zur Gaudi der Touristen nach toten Heringen springen. Toll.
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Da trommelt die kanarische Fremdenverkehrswerbung von über zwanzig verschiedenen Arten von Walen und Delfinen, die man vor unseren Küsten “in Freiheit” bewundern kann. Auch Orcas. Aber nicht jeden Tag und nicht auf Kommando. Millionen von Besuchern fahren hier jedes Jahr zum “Whalewatching” hinaus. Wahrscheinlich gab es da Reklamationen von Leuten, die “Wale gebucht, aber keine gesehen hatten”. Nun, jetzt sehen sie garantiert welche. Jeden Tag. Bei jedem Wetter. Und seekrank wird auch keiner mehr. Das Geschäft brummt garantiert. Wetten?
Wir erinnern uns noch gut an den armen “Keiko”, den Tierschützer aus aller Welt mit Millionenspenden freigekauft und dann vor Island (leider vergeblich) auszuwildern versuchten. “Free Willy” hieß der Film, mit dem die Aktion weltweit Aufsehen erregte. Alles schon vergessen?
Die kanarischen Tierschützer halten sich bedeckt. Sie sitzen in einem “wissenschaftlichen Beirat”. Proteste? Fehlanzeige. Wahrscheinlich gibt es die erst, wenn die ersten Orcas zu Hundefutter verarbeitet werden müssen. Aber auf Rügen, wo demnächst ein Delfinarium eröffnet werden soll, da hauen sie auf die Kacke. Jedenfalls so lange, bis ihnen da auch ein Job als “Umweltbeauftragter” angeboten wird.
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