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Rock & Roll forever
Greisverkehr im Faltenwohnheim
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Gomera entwickelt sich mehr und mehr zum Rentnerparadies - allerdings weniger für die, die mit einer satten Altersversorgung gelangweilt am Pool rumhängen und neckische Goldkettchen aus dem offenen Hawaiihemd baumeln lassen. Auch nicht für die gestopften Witwen, die botongespritzt und silikonvermopst im hautengen Tigeranzug dem Latin Lover auflauern. Die nicht. Die leben in Florida. Die spielen Golf. Zwar gibt es durchaus auch auf Gomera Leute, die gegen den goldenen Rolexträger nichts einzuwenden hätten, sofern der nur die Eurolette ordentlich kreisen ließe. Tut der aber nicht. Jedenfalls nicht auf Gomera. Es gibt hier zwar inzwischen auch einen Golfplatz, aber den haben die Goldenen Rentner noch nicht so richtig als ständigen Altersruhesitz entdeckt. Muss der Olsen noch warten, bis Dubai endgültig pleite ist. Vielleicht werden dann ja ein paar Investitionsmillionen für prospektive Gomeragolfer frei.
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Ein wissenschaftlicher Erklärungsversuch
Von Kufnucken und Kapaiken
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Dass es sich beim gomerianischen Kapaiken in seiner ursprünglichen Form um einen Angehörigen des Stammes der Kufnucken handelt (zu dem übrigens auch Hujus und Heiopeis gezählt werden), das konnten Sie ja bereits mehrfach schon im Valle-Boten lesen. Aber wenn wir geglaubt hatten, dass diese Hinweise den Wissensdurst unserer geneigten Leser - den „Kapaiken“ betreffend - hinreichend befriedigen würden, so sahen wir uns leider getäuscht. Jetzt nämlich werden wir nicht nur um Aufklärung über unsere Kapaiken gebeten, jetzt müssen wir auch noch deren Urform, die Kufnucken, detailliert erläutern, was wir wunschgemäß natürlich spornstreichs tun.
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Soeben erschienen:
Viva la Revolución
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Das neueste Buch des Valle-Boten. Darin wird berichtet, wie Valle Gran Rey in einem Bürgeraufstand einst die Guardia Civil aus dem Dorf jagte und warum die letzten Samurai den Schuss nicht gehört haben und wie uns die Tourismusmanager jetzt die Flötentöne beibringen und was uns der letzte Guru von Gomera zu sagen hat und wie man zum Nulltarif Ferien machen kann und dass wir einen Mutterschutz für Legehennen verlangen und noch viele Geschichten mehr von der Insel des ewigen Frühlings.
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Demnächst: Die große Attraktion
Haifischkucken auf Gomera
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Dass der Hai sein Opfer vor dem Fressen immer erst mehrmals umrundet, führen Meeresbiologen gern auf die besonders hoch entwickelten Geschmacksnerven dieser Tiere zurück. Offensichtlich weiß der Hai genau, dass Menschen mit entleertem Darm weitaus besser schmecken.
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Ein Bericht aus Hermigua
Der Trockenpflaumenclub
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Auf der romantischen Terrasse des sozialen und kulturellen Zentrums der Gemeinde mit dem besten Klima der Welt, treffen sich die noblen Damen der besseren deutsch-gomerianischen Provinzgesellschaft regelmäßig zu Kaffee und Kuchen (aber bitte mit Sahne!) Großherzogin Cecilia, auf deren Gütern abseits des Ortskerns die dicksten und die süßesten Bananen der ganzen Insel wachsen (sollen), versammelt dann zweistöckige Friseusinnen, einäugige Fotografinnen und spindel-dürre Exmodelle, Exsoziologinnen, Exlehrerinnen, Exreikihandauflegerinnen und ähnlich prominente Persönlichkeiten um sich. Alle schon reichlich abgehangen, aber dennoch voll engagiert im gesellschaftlich-liebevollen Leben unserer „Lindenstraße“.
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Harry Herold rettet die Welt
Wirtschaftskrise beendet
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Jeder 5. Deutsche lebt vom Auto. Das hat unsere wackere Regierung richtig erkannt. Und sie hat auch die absolut richtige Maßnahme zur Bewältigung der allgemeinen Finanz- und Weltwirtschaftskrise getroffen: Die Abwrackprämie. Dahinter steckt die geniale Idee, dass jeder, der sein altes Auto auf den Müll schmeißt, ja anschließend spornstreichs ein neues braucht, weil kein zivilisiertes Leben ohne Automobil möglich ist. Für niemanden. Die alte Schüssel wird eingestampft, die neue steht schon beim Händler rum.
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Erwin Kaczmarek blickt durch
Mameluckenknatter
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Hömma, du angelernten Blödmannsgehilfen, wat bisse mich da eigentlich dauernd dat Ohr am Abkauen mittie dustere Zukunft inne Zeiten vonne internationale Finanzkrise und dat da jetz son komischen Dachs voll am Abkacken is und so? Du hasse doch nich alle. Mich geht dieser Dachs echt voll am Dingens vorbei. Ich bin nämlich keiner von diese ahme Miljardäre, wo se da ihre ganze Spekulationen und Derivate und Opzionen und wat weiß ich sons noch, also wo se da im Sand setzen tun. Meine Kohle is sicher. Die hapich hier, auf Gomera, inne Arschtasche. Dat is voll Trippel A! Sind die Euroletten immer schön gebügelt und da packt mich auch keiner von diese Bankenschwengels dran, weil dat sonss ein Satz ganz schön heiße Ohren gipt.
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Große Wohltätigkeitsaktion:
Ein Herz für Hippies
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Wir müssen unbedingt mal was für unsere letzten Hippies tun, die soeben dabei sind, die verlassene Schweinebucht wieder mit etwas alternativem Leben anzureichern. Die sind echt süß, anhänglich, genügsam, voll abwaschbar, total stubenrein und ähnlich vom Aussterben bedroht wie Eisbär und Flachlandgorilla. Als gestopfte Geheimratswitwe könnten Sie sich doch statt eines fetten Mopses auch einen liebebedürftigen, zutraulichen Späthippie aufs Sofakissen setzen, oder? Der wäre auch bestimmt gern bereit, zum Kiffen immer auf den Balkon zu gehen, damit die Gardinen nicht gelb werden. An der Leine würde er zwar wahrscheinlich nicht gehen, der Hippie, und auch mit einer artgerechten Käfighaltung hätte der Probleme. Andererseits aber könnte man ihn ganz leicht dazu dressieren, sich seine Mahlzeiten selbst zuzubereiten und sich das Bier auch selbst aus dem Kühlschrank zu holen. In dieser Beziehung wäre er sehr viel leichter zu halten als ein Mops (der ja allein nicht mal die Kühlschranktür aufkriegt).
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Das neueste Musik-Video live vom "Festival Valle Luna" - jetzt hier abrufen
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Kein Feuerwerk. Keine Blaskapelle. Keine jubelnde Menschenmenge. Nicht einmal der allerpopeligste Böller, mit denen uns unsere Dorfpyromanen sonst bei jeder Gelegenheit so trefflich auf den Senkel gehen. Nix. Gar nix. Klammheimlich und in aller Stille schlich sich Olsen mit seinem „Benchi-Express“ in den neuen Hafen von Valle Gran Rey, den abgesperrten und seit vielen Jahren rund um die Uhr scharf bewachten. Ein Sonnenzelt wurde auf der Mole aufgespannt, die Kasperbude mit den Fahrkartenschaltern wurde rübergeschleppt, ein paar lustige Olsen-Wimpel an den Fahnenstangen hochgezogen und … eine neue Aera im Seeverkehr mit dem Rest der Welt hatte für Valle Gran Rey begonnen. Der neue Hafen ist endlich auf!
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Ex-Bürgermeister von Valle Gran Rey verurteilt
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Nachdem sie uns unser schönes Geld ja nun ausreichend verbrannt, verknappt, versenkt und versaubeutelt hat; nachdem sie die Börsen zusammenkrachen ließ, Massenentlassungen vorgenommen hat, Firmenpleiten in großem Stil verursachte, Arbeitslosenzahlen in schwindelnde Höhen trieb, mit Zwangsversteigerungen und Insolvenzen weltweit das große Heulen und Zähneknirschen erzeugte und selbst vor uns kleinen Bananeninsulanern am Rande dieser globalisierten Welt nicht zurückschreckte, geht sie nun baden, die Krise. Sie macht Urlaub. Ferien vom diabolischen Treiben mundialer Geldvernichtung. Sie humpelt am Stock zum Strand, um neue Kräfte für die zweite Jahreshälfte zu sammeln.
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Live aus der Schweinebucht von Valle Gran Rey
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Soeben hat der frisch gewählte kanarische Regierungspräsident im Fernsehen verkündet, dass Nahrungsmittel ab sofort zum Nulltarif auf alle kleineren Inseln (wie zB Gomera) geliefert werden.
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Soeben wurde in unserer boomenden Inselhauptstadt die erste Verkehrsampel installiert
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Irgendwie scheinen Björns Kampfhühner in El Guro (der Valle-Bote berichtete ja bereits mehrfach) ihrem Besitzer nichts als Stress zu machen. Da schleicht sich doch so ein prolliger, gomerischer Haushahn aus der Nachbarschaft einfach durch ein Loch ins Gehege, knattert sich lüstern quer Beet durch die wertvollen orlowschen Kampfhühner, versaut mit seinem ordinären Inselsamen die genetische Edelzucht, und was macht der adelige Oberkampfhahn? Der Chef? Der ausgesuchte Zuchteber unter all den kampfbegabten Rasseweibern? Er verkriecht sich in ein Loch unter dem Stall und überlässt das ihm allein zugestandene Begattungsgeschäft kampflos dem Nebenbuhler. Da kann man doch einfach nur angeekelt ausspucken. Kampfhahn? Am Dingens!
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70% aller Einwohner sprechen sich gegen eine Ausweitung des Massentourismus aus.
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Die Inselregierung subventioniert jede neu geborene Ziege mit 40 Euro
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An der Spitze aller 1.043 neu beschäftigten Ausländer auf La Gomera im Jahre 2006 lagen die Deutschen. Erst danach folgen Länder wie Kolumbien, Kuba und Venezuela.
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Wie das statistische Amt der Kanarischen Inseln (ISTAC) soeben veröffentlicht, hat Gomera die wenigsten Handys - dafür aber die ältesten Mütter aller Inseln
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Laut jüngsten Zahlen des Statistischen Instituts der Kanarischen Inseln (Istac) lebten 2005 auf Gomera insgesamt 21.746 Personen. Davon waren 2.919 (13,4%) registrierte Ausländer.
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