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Neu vonne Insel
Endlich ma ein vanünftigen Reiseführer
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Hömma, du alten Schiffschaukelbremser, watte hier jetz bestellen kanns, dat waa ein ganz schönen Sack voll Ahbeit für so ein ahmen Halbamfalfabeten. Mein lieber Kokoschinski.Wat mich diese ganze Schreiberei alleine an Licht gekostet hat bei die moderne Energiepreise. Hättich auch lieber inne kostenlose Dunkelheit auffe Mutter gelegen, dat sach ich dich. Aber nix. Weil ich nu ma von Hause aus so ein unheimlich bescheuerten Seger bin, darum musste ich ja auch diese beknackte Idee mit dat Buchschreiben haben, damit du und deine Kollegen son bissken Durchblick inne Besonderheiten von dieset schöne Inselparadies kricht.
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Vom Schnackseln in Afrika
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Gomera liegt bekanntlich in Afrika. Jedenfalls geographisch gesehen. Und schön warm ist es hier auch. Es sind also alle Voraussetzungen für eine gepflegte, regelmäßige Schnackselei gegeben - wenn man der Fürstin Gloria von Thurn & Taxis Glauben schenken mag, die ja öffentlich behauptet hat, dass das Aids-Problem in Afrika lediglich daher rührt, dass dort so gern geschnackselt wird. Nun wird ja bekanntlich auf der ganzen Welt gern geschnackselt, aber die Gloria glaubt herausgefunden zu haben, dass überall dort, wo es warm ist, ganz besonders gern und viel geschnackselt wird. Also auch auf Gomera. Wir sind dieser These mal nachgegangen.
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Rock & Roll forever
Greisverkehr im Faltenwohnheim
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Gomera entwickelt sich mehr und mehr zum Rentnerparadies - allerdings weniger für die, die mit einer satten Altersversorgung gelangweilt am Pool rumhängen und neckische Goldkettchen aus dem offenen Hawaiihemd baumeln lassen. Auch nicht für die gestopften Witwen, die botongespritzt und silikonvermopst im hautengen Tigeranzug dem Latin Lover auflauern. Die nicht. Die leben in Florida. Die spielen Golf. Zwar gibt es durchaus auch auf Gomera Leute, die gegen den goldenen Rolexträger nichts einzuwenden hätten, sofern der nur die Eurolette ordentlich kreisen ließe. Tut der aber nicht. Jedenfalls nicht auf Gomera. Es gibt hier zwar inzwischen auch einen Golfplatz, aber den haben die Goldenen Rentner noch nicht so richtig als ständigen Altersruhesitz entdeckt. Muss der Olsen noch warten, bis Dubai endgültig pleite ist. Vielleicht werden dann ja ein paar Investitionsmillionen für prospektive Gomeragolfer frei.
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Ein wissenschaftlicher Erklärungsversuch
Von Kufnucken und Kapaiken
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Dass es sich beim gomerianischen Kapaiken in seiner ursprünglichen Form um einen Angehörigen des Stammes der Kufnucken handelt (zu dem übrigens auch Hujus und Heiopeis gezählt werden), das konnten Sie ja bereits mehrfach schon im Valle-Boten lesen. Aber wenn wir geglaubt hatten, dass diese Hinweise den Wissensdurst unserer geneigten Leser - den „Kapaiken“ betreffend - hinreichend befriedigen würden, so sahen wir uns leider getäuscht. Jetzt nämlich werden wir nicht nur um Aufklärung über unsere Kapaiken gebeten, jetzt müssen wir auch noch deren Urform, die Kufnucken, detailliert erläutern, was wir wunschgemäß natürlich spornstreichs tun.
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Soeben erschienen:
Viva la Revolución
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Das neueste Buch des Valle-Boten. Darin wird berichtet, wie Valle Gran Rey in einem Bürgeraufstand einst die Guardia Civil aus dem Dorf jagte und warum die letzten Samurai den Schuss nicht gehört haben und wie uns die Tourismusmanager jetzt die Flötentöne beibringen und was uns der letzte Guru von Gomera zu sagen hat und wie man zum Nulltarif Ferien machen kann und dass wir einen Mutterschutz für Legehennen verlangen und noch viele Geschichten mehr von der Insel des ewigen Frühlings.
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Demnächst: Die große Attraktion
Haifischkucken auf Gomera
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Dass der Hai sein Opfer vor dem Fressen immer erst mehrmals umrundet, führen Meeresbiologen gern auf die besonders hoch entwickelten Geschmacksnerven dieser Tiere zurück. Offensichtlich weiß der Hai genau, dass Menschen mit entleertem Darm weitaus besser schmecken.
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Große Wohltätigkeitsaktion:
Ein Herz für Hippies
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Wir müssen unbedingt mal was für unsere letzten Hippies tun, die soeben dabei sind, die verlassene Schweinebucht wieder mit etwas alternativem Leben anzureichern. Die sind echt süß, anhänglich, genügsam, voll abwaschbar, total stubenrein und ähnlich vom Aussterben bedroht wie Eisbär und Flachlandgorilla. Als gestopfte Geheimratswitwe könnten Sie sich doch statt eines fetten Mopses auch einen liebebedürftigen, zutraulichen Späthippie aufs Sofakissen setzen, oder? Der wäre auch bestimmt gern bereit, zum Kiffen immer auf den Balkon zu gehen, damit die Gardinen nicht gelb werden. An der Leine würde er zwar wahrscheinlich nicht gehen, der Hippie, und auch mit einer artgerechten Käfighaltung hätte der Probleme. Andererseits aber könnte man ihn ganz leicht dazu dressieren, sich seine Mahlzeiten selbst zuzubereiten und sich das Bier auch selbst aus dem Kühlschrank zu holen. In dieser Beziehung wäre er sehr viel leichter zu halten als ein Mops (der ja allein nicht mal die Kühlschranktür aufkriegt).
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Im Alter von 78 Jahren ist Peter Klötzing (Opa Ropa) soeben im Krankenhaus von San Sebastian gestorben.
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Nun also hat auch Europas größter Reiseveranstalter, TUI, die Trauer als Reisemotivation entdeckt. Waren es bisher in erster Linie ja fröhliche Zeitgenossen, die in Kegel- und Swinger-Klubs den Ballermann-Eimer leerten und die Schinkenstraße vollkotzten, so geht künftig wohl eher die Träne auf Reisen. Zunächst hatten wir bei dem Begriff “Trauerreisen” ja gedacht, da würden Reisen zu den armen Hoteliers und Appartementbesitzern organisiert, die sich aufgrund ausbleibender Pauschis an der Palme aufknüpften. Ganz falsch! Es sind in erster Linie Frauen jenseits der 60, die bisher mit „Regenbogenreisen“ oder „Reiseinsleben“ ihre schwarze Witwenkluft bis zu uns nach Gomera trugen. Denen gingen die Pleitiers voll am Dingens vorbei. Die trauerten um frühzeitig verschiedene Familienmitglieder, was ja unter kanarischer Sonne auch viel besser geht als im Grau der kalten Heimat.
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Das neueste Musik-Video live vom "Festival Valle Luna" - jetzt hier abrufen
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Nachdem sie uns unser schönes Geld ja nun ausreichend verbrannt, verknappt, versenkt und versaubeutelt hat; nachdem sie die Börsen zusammenkrachen ließ, Massenentlassungen vorgenommen hat, Firmenpleiten in großem Stil verursachte, Arbeitslosenzahlen in schwindelnde Höhen trieb, mit Zwangsversteigerungen und Insolvenzen weltweit das große Heulen und Zähneknirschen erzeugte und selbst vor uns kleinen Bananeninsulanern am Rande dieser globalisierten Welt nicht zurückschreckte, geht sie nun baden, die Krise. Sie macht Urlaub. Ferien vom diabolischen Treiben mundialer Geldvernichtung. Sie humpelt am Stock zum Strand, um neue Kräfte für die zweite Jahreshälfte zu sammeln.
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Soeben hat der frisch gewählte kanarische Regierungspräsident im Fernsehen verkündet, dass Nahrungsmittel ab sofort zum Nulltarif auf alle kleineren Inseln (wie zB Gomera) geliefert werden.
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Soeben wurde in unserer boomenden Inselhauptstadt die erste Verkehrsampel installiert
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Irgendwie scheinen Björns Kampfhühner in El Guro (der Valle-Bote berichtete ja bereits mehrfach) ihrem Besitzer nichts als Stress zu machen. Da schleicht sich doch so ein prolliger, gomerischer Haushahn aus der Nachbarschaft einfach durch ein Loch ins Gehege, knattert sich lüstern quer Beet durch die wertvollen orlowschen Kampfhühner, versaut mit seinem ordinären Inselsamen die genetische Edelzucht, und was macht der adelige Oberkampfhahn? Der Chef? Der ausgesuchte Zuchteber unter all den kampfbegabten Rasseweibern? Er verkriecht sich in ein Loch unter dem Stall und überlässt das ihm allein zugestandene Begattungsgeschäft kampflos dem Nebenbuhler. Da kann man doch einfach nur angeekelt ausspucken. Kampfhahn? Am Dingens!
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70% aller Einwohner sprechen sich gegen eine Ausweitung des Massentourismus aus.
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Die Inselregierung subventioniert jede neu geborene Ziege mit 40 Euro
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An der Spitze aller 1.043 neu beschäftigten Ausländer auf La Gomera im Jahre 2006 lagen die Deutschen. Erst danach folgen Länder wie Kolumbien, Kuba und Venezuela.
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Wie das statistische Amt der Kanarischen Inseln (ISTAC) soeben veröffentlicht, hat Gomera die wenigsten Handys - dafür aber die ältesten Mütter aller Inseln
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Laut jüngsten Zahlen des Statistischen Instituts der Kanarischen Inseln (Istac) lebten 2005 auf Gomera insgesamt 21.746 Personen. Davon waren 2.919 (13,4%) registrierte Ausländer.
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